Dual Studierende haben langen Atem

Geringe Abbrecherquote – Hohe Zufriedenheit?

Eine Unternehmensbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung hat ergeben, dass nur jeder 14. dual Studierende sein Studium vorzeitig abbricht. Wir möchten wissen: Warum ist das so? Um herauszufinden, wie hoch die Zufriedenheit der Studierenden ist und welche Erfahrungen sie machen, haben wir ebenfalls eine Studie gestartet.

 

Was dual Studierende schon länger wissen, ist nun offiziell durch die BIBB bestätigt worden: Wer dual studiert ist belastbar und zielstrebig. Eine Befragung unter 280 Kooperationsbetrieben hat ergeben, dass die Abbrecherquote bei dieser Ausbildungsform bei nur 6,9 Prozent liegt. Auf der anderen Seite des Spektrums erhalten im Schnitt 89 Prozent der Absolventen einen Arbeitsvertrag in ihrem Ausbildungsbetrieb. Diese zwei Werte zeigen hervorragend, warum das duale Studium für beide beteiligten Seiten so attraktiv ist.

 
Diese Befragung trifft in erster Linie Aussagen über die Erfahrungen der Unternehmen. Wir wollen aber von Euch wissen, wie zufrieden ihr mit dem Studium seid. Deswegen haben wir die Erfahrungs- und Zufriedenheitsstudie initiiert. In einem kurzen Fragebogen könnt Ihr zum Beispiel die Ausstattung Eurer Hochschule, die Betreuung durch den Praxispartner oder die Attraktivität der Euch übertragenen Aufgaben bewerten. Die Befragung ist selbstverständlich völlig anonym. Wenn Ihr uns dabei helfen, oder einfach Eure Erfahrungen im dualen Studium mitteilen wollt, findet Ihr den Fragebogen unter diesem Link! Alle Teilnehmer erhalten selbstverständlich direkt einen Einblick in die vorläufigen Ergebnisse. Wir danken Euch für Eure Hilfe und freuen uns darauf, die ersten Resultate bald hier veröffentlichen zu können!
 


Tags: duales studium, BIBB, Berufsorientierung, dual Studierende, Erfahrungsstudie, Zufriedenheit, Abbrecherquote, Übernahmequote, Befragung, Kooperationsbetriebe
Quelle: http://www.abendblatt.de; http://www.duales-studium.de; Bild: Petra Bork / pixelio.de
Autor: Dennis Prumbaum

Kommentare

  • Dennis DS4. Oktober 2013

    @Wirtschaftsinformatikerin: Gute Idee, werden wir nächstes Mal definitiv mit einbauen!
    @Informatiker: Da gebe ich Dir Recht, werde das sofort anpassen damit es keine Verwirrungen gibt.
    @Sozialarbeiterin: Es geht ganz allgemein um das duale Studium, nicht nur um die Duale Hochschule Baden-Württemberg. Was Deinen Studiengang angeht hast Du sicher Recht, den hätten wir als Option mit einbauen sollen. Wenn er aber unter Sonstiges mit angegeben wird, können wir das entsprechend mit auswerten.

    Zur Studie der BIBB: Es wird hier leider keine Aussage dazu gemacht, ob es freiwillige Abbrecher oder durch fehlende Leistungen "erzwungene" Abbrecher sind.

  • Betriebswirt2. Oktober 2013

    @Sozialarbeiterin
    unter "was ist ein duales Stuidum" auf dieser Homepage ist folgende Erläuterung zur Hochschule gegeben:

    "Die Hochschule

    Die Universitäten und Fachhochschulen als dritte beteiligte Partei können durch die Zusammenarbeit mit den Firmen mit einem konstanten Zulauf an Studenten rechnen..."

    folglich sind nicht nur die DH´s in die Studie eingeschlossen.

    @Ingenieur:
    Abbrechen ist immer eine freiwillige Handlung. Wer abbricht hat keine Konsequenzen zu befürchten - kann sich sogar erreichte Studienleistungen in einem weiteren Studium anrechnen lassen. Wer nicht besteht kann gegebenenfalls (je nach Bundesland und Studiengang) für den gesamten Fachbereich gesperrt werden und wird in dem entsprechenden Land zu keinem Studium dieses Fachbereiches mehr zugelassen. Durchaus ein Faktor, der die Abbrecherquote erhöht. Die so zum Abbruch "gedrängten" müssten in der Statistik eigentlich enthalten sein, was darauf schließen lässt, dass die Zahl derer, die das Studium wirklich aus freien Stücken aufgeben, evtl. noch geringer ist.

  • Tobias2. Oktober 2013

    @ingenieur:
    Kann mir gut vorstellen, dass in E-technik des öfteren 40% rausgeprüft werden. Kam bei mir im Maschinenbau auch manchmal vor. Aber ich denke mal, dass im Artikel die "Abbrecherquote" auf die Studierenden bezogen ist, die von sich aus das Studium beenden. Wäre interessant auf was sich die 6,9% beziehen.
    @Sozialarbeiterin:
    Ich glaube die meinen hier das duale Studium an sich. Und nicht nur das an den dualen Hochschulen (DHBW). Dann würden die Optionen FH,... Sinn machen. Man kann ja schließlich auch in Bayern an ner FH dual studieren.

    Viele Grüße

  • Sozialarbeiterin2. Oktober 2013

    Ich hatte mich über die Umfrage gefreut und wollte sie gerne machen. Allerdings war ich bereits auf der ersten Seite sehr irritiert über die Fragen zB. bezüglich der Uni. Ich dachte es geht nur um Studenten der dualen Hochschule, da braucht es die Optionen FH, FU und Uni nicht. DH und das Bundesland wären doch vollkommene ausreichend und Zielgruppenorientiert!

    Außerdem findet sich mein Studiengang "Soziale Arbeit" in den wählbaren Optionen nicht wieder! Wenn der Fragebogen repräsentativ sein soll, muss da unbedingt nachgebessert werden!

  • Informatiker2. Oktober 2013

    Es wird nach der Note des Schulabschlusses gefragt. In der Auswertung kommt das aber eher als Abschlussnote des Studiums rüber. Da fehlt Klarheit!

  • Wirtschaftsinformatikerin2. Oktober 2013

    Wie wäre es noch mit einer Frage, inwieweit die Erwartungen an das Studium erfüllt wurden?

  • ingenieur2. Oktober 2013

    Komisch, dass bei Elektrotechnik regelmäßig 40% rausgeprüft werden, auch an der DHBW!
    Da sollte mal jemand recherchieren/ berichten.

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