Kurz und knapp...
Ein Duales Studium macht aus einem "normalen Studenten" einen jungen, praxiserfahrenen und dynamischen Studenten.
Ein Duales Studium verbindet die umfassende wissenschaftliche Lehre der Hochschule mit der frühen Praxiserfahrung oder gar einer Ausbildung in einem Betrieb.
Was ist aber ein duales Studium genau?
Ein Duales Studium ist im Prinzip eine Kooperation zwischen Universität, Firma und Student. Es setzt konsequent das erfolgreiche duale System der Ausbildung in die Hochschullandschaft um.
Der Student geht mit einer Firma eine Art Ausbildungsvertrag ein. Dabei verpflichtet er sich in der studienfreien Zeit in der Firma zu arbeiten. Als Gegenleistung erhält er eine Art Stipendium über die gesamte Studiendauer. Neben den finanziellen Vorteilen profitiert der Student aber auch durch jede Menge Praxiserfahrung und die Chance, Kontakte im Unternehmen zu knüpfen. In manchen dualen Studienprogrammen ist sogar noch eine klassische Ausbildung enthalten, die parallel zum Studium durchgeführt und auch während des Studiums abgeschlossen wird.
Die Firma auf der anderen Seite beschäftigt einen Studenten/Praktikanten, der sich im jeweiligen Unternehmen auskennt. Damit entfällt die kostspielige Einarbeitungszeit vor jeder Praxisphase und bei einer späteren Übernahme. Sie hat also die Möglichkeit, geeignete Studenten längerfristig an sich zu binden. Teilweise werden auch Übernahmeregelungen mit den Studenten vereinbart, so dass diese nach dem Studium verpflichtet sind, eine gewisse Zeit im Unternehmen zu arbeiten.
Die Universitäten als dritte beteiligte Partei können durch die Zusammenarbeit mit den Firmen mit einem recht konstanten Zulauf an Studenten rechnen, was ihnen Studentenzahlen sichert und damit auch Gelder.
Einige Definitionen...
Nun existieren allerdings neben dem Begriff Duales Studium noch weitere ähnliche Begriffe. Manchmal werden sie synonym verwandt, manchmal von Region zu Region unterschiedlich.
Wir haben einmal die wichtigsten Begriffe für Euch zusammengetragen.
Der Hochschulanzeiger definiert einige Formen wie folgt:
"Ausbildungsintegrierende Studiengänge:
Hier ist der Student gleichzeitig Azubi. Parallel zur akademischen Ausbildung macht er eine Berufsausbildung in einem Unternehmen. Am Ende wird vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer geprüft.
Berufsintegrierende Studiengänge:
Hier wird eine abgeschlossene Berufsausbildung bei Studienbeginn vorausgesetzt. Nicht als Azubi also verbringt der Student seine Praxiszeit im Unternehmen, sondern als Angestellter oder Praktikant. Berufstätige bekommen dadurch die Chance zu studieren, ohne ihren Job aufgeben zu müssen.
Ausbildungs- und berufsintegrierende Studiengänge:
Hier sind Grundzüge beider Modelle miteinander verbunden. Etwa wenn der Student während des Grundstudiums die Ausbildung absolviert und im Hauptstudium als Angestellter im Unternehmen arbeitet."
(Weitere Informationen aus dem Hochschulanzeiger findest Du hier.)
Im Fokus finden sich folgende Informationen:
"Die Hochschulkonferenz zählt zu den dualen Studiengängen fast alle Formen berufsbegleitender Studienangebote. Das Institut der deutschen WirtschaftKöln (IW) nimmt es da in seinem Studienführer „Duale Studiengänge an Hochschulen“ etwas genauer. Um hier als dualer Studiengang zu gelten, muss gesichert sein, dass Hochschule und Unternehmen sich inhaltlich aufeinander abstimmen und durch einen Kooperationsvertrag gebunden sind.
Die dualen Studiengänge lassen sich zwischen ausbildungsintegrierten und berufsintegrierenden Studienangeboten unterscheiden. Bei ausbildungsintegrierten Studienangeboten wird das Studium mit einer beruflichen Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf verbunden. Parallel zum Studium wird also der Facharbeiterbrief erworben oder die Gesellenprüfung abgelegt. Berufsintegrierende Studienangebote verbinden Studium und Berufstätigkeit, meist auf Basis eines Praktikumsvertrages."
(den gesamten Artikel gibt es hier)
